Es war einst ein reicher Bauer

Es war einmal ein reicher Bauer,
der sprach zu seim‘ Töchterlein:
„Kind, du kannst dir einen Mann erwählen,
den du eh, ja ewig liebst allein.“

Nur den armen Hirtenknaben,
den schlag dir nur aus dem Sinn,
der kann deiner, einer niemals werden,
solang, solang ich dein Vater bin.

Und an einem Sonntag morgen,
da ertönet die Schalmei,
und da zog der arme Hirtenknabe
an feins lie-, ja liebchens Tür vorbei.

Und Feinsliebchen stand am Fenster,

weinet Tränen bitterlich.

Sterben möcht‘ ich führ dich Hirtenknabe,

eh ja, eh ja, ewig lieb ich dich.

Und an einem Sonntag Abend,

eh die Glocken gehn‘ zur Ruh,

ja da deckt die kühle Mutter Erde,

zwei verlie-, ja liebte Herzen zu.

Drum ihr Eltern lasst euch sagen,

wehret euer Kinder nicht.

Lasst sie lieben, wen sie lieben wollen,

Gott der Herr, der Herr vergisst sie nicht.

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