Komm, komm, komm mein Schatz

Komm, komm, komm mein Schatz,

Nimm an meiner Seite platz.

Mit der Bimmel Bammel Bahn,

fahren wir nach Großseeleim,

und da steigen wir aus,

und bummeln ins Grüne hinaus.

Grüß mir die Heimat,

grüß mir mein Großseelheim.

Mit seinen Bergen,

und mit seiner Burschenschaft.

Dort, wo der Ambos klingt,

dort wo die Ohm rauscht,

Ja da ist meine Heimat,

ja da bin ich zuhaus, Lied aus.

Im grünen Wald

Im grünen Wald, dort wo die Drossel singt,
Drossel singt,
und im Gebüsch das muntre Rehlein springt,
Rehlein springt,
wo Tann und Fichte stehn am Waldessaum,
verlebt ich meiner Jugend schönsten Traum.

Das Rehlein trank wohl aus dem klaren Bach,
klaren Bach,
Indes der Kuckuck aus dem Walde lacht,
Walde lacht.
Der Jäger ziehlt schon hinter einem Baum,
das war des Rehleins letzter Lebenstraum.

Getroffen war’s und sterbend lag es da,
lag es da,
das man vorher noch munter hüpfen sah,
hüpfen sah.
Er nahm die Büchse, schlug sie an ein Baum,
und sprach: Das Leben ist ja nur ein Traum.

Die Jugendjahr‘, sie sind schon längst entfloh’n,
längst entfloh’n,
die ich verlebt als junger Waldmannssohn,
Waldmannssohn.
Er nahm die Büchse, schlug sie an ein‘ Baum
und sprach: Das Leben ist ja nur ein Traum.

Es war einst ein reicher Bauer

Es war einmal ein reicher Bauer,
der sprach zu seim‘ Töchterlein:
„Kind, du kannst dir einen Mann erwählen,
den du eh, ja ewig liebst allein.“

Nur den armen Hirtenknaben,
den schlag dir nur aus dem Sinn,
der kann deiner, einer niemals werden,
solang, solang ich dein Vater bin.

Und an einem Sonntag morgen,
da ertönet die Schalmei,
und da zog der arme Hirtenknabe
an feins lie-, ja liebchens Tür vorbei.

Und Feinsliebchen stand am Fenster,

weinet Tränen bitterlich.

Sterben möcht‘ ich führ dich Hirtenknabe,

eh ja, eh ja, ewig lieb ich dich.

Und an einem Sonntag Abend,

eh die Glocken gehn‘ zur Ruh,

ja da deckt die kühle Mutter Erde,

zwei verlie-, ja liebte Herzen zu.

Drum ihr Eltern lasst euch sagen,

wehret euer Kinder nicht.

Lasst sie lieben, wen sie lieben wollen,

Gott der Herr, der Herr vergisst sie nicht.

Es scheint der Mond so hell

Es scheint der Mond so hell auf dieser Welt,
zu meinen Madel bin ich hin bestellt,
Zu meinen Madel Junge Junge Jung
da will ich gehn ja gehn
vor ihrem Fensterlein da bleib ich stehn

Wer steht da draußen und klopfet an,
Das ich die ganze Nacht nicht schlafen kann,
Ich steh nicht auf Junge Junge Junge
Lass dich nicht ein ja ein
Weil meine Eltern noch nicht schlafen sein

Den blanken Taler den schenk ich dir,
Wenn du mich schlafen lässt heute Nacht bei dir
Nimm deinen Taler Junge Junge Junge
Und geh nach haus nach haus
Such dir zum schlafen eine Andre aus

Du wirst noch weinen und traurig sein,
Wenn du mich schlafen lässt heute Nacht allein
Du wirst noch sagen Junge Junge Junge
Oh weh, oh weh, oh weh, oh weh,
Hätt‘ ich den Taler noch im Portmonnaie

Im schönsten Wiesengrunde

Im schönsten Wiesengrunde
Ist meiner Heimat Haus,
Da zog ich manche Stunde
Ins Tal hinaus.
Dich mein stilles Tal,
Grüß‘ ich tausendmal!
Da zog ich manche Stunde
Ins Tal hinaus.

Muß aus dem Tal jetzt scheiden,
Wo alles Lust und Klang;
Das ist mein herbstes Leiden,
Mein letzter Gang.
Dich mein stilles Tal,
Grüß‘ ich tausendmal!
Das ist mein herbstes Leiden,
Mein letzter Gang.

Sterb‘ ich – in Tales Grunde
Will ich begraben sein;
Singt mir zur letzten Stunde
Beim Abendschein:
Dich mein stilles Tal,
Grüß‘ ich tausendmal!
Singt mir zur letzten Stunde
Beim Abendschein.

Tief im Hessenland

Tief im Hessenland, steht ein Bauernhaus so hübsch und fein.

Tief im Hessenland, steht ein Bauernhaus so hübsch und fein.
Drin wohnt ein Mägdelein, sie soll mein eigen sein,

die schöne Hessenländerin.

Von des Berges Höh, durch das tiefe Tal ein Bächlein rinnt.
Von des Berges Höh, durch das tiefe Tal ein Bächlein rinnt.
Da ist mein Heimatland, wo meine Wiege stand,
im schönen herrlichen Hessenland.

Und einst kommt der Tag, wo man Hochzeit hält im Hessenland.
Und einst kommt der Tag, wo man Hochzeit hält im Hessenland.
Da wird sie meine Braut, die sich mir anvertraut,
Die schöne Hessenländerin.

Ich pflück zwei dunkle Rosen

Ich pflück zwei dunkle Rosen zur schönen Maienzeit, Maienzeit.
Ich pflückt sie für mein Liebchen zu ihrer Seeligkeit.
Ich stellt sie vor ihr Fenster, wo mein feinst Liebchen wohnt´,
und werd´ dafür beim Tanze mit einem Kuss belohnt.

Liebchen komm mit, komm mit, verlasse dein Haus.
Ziehe mit mir, mit mir in die Freiheit hinaus.

Lass Kummer und Trübsal schwinden,
komm mit in den dunklen Hain, dunklen Hain.
Da wirst du Ruhe finden, an meinem Herz allein.
Da flüstert ich dir leise von Liebe was ins Ohr,
und aus dem Busch klingt leise der Nachtigallen Chor.

Liebchen komm mit, komm mit, verlasse dein Haus.
Ziehe mit mir, mit mir in die Freiheit hinaus.

Ein Jüngling von achtzehn Jahren,
muss fort zum Militär, Militär.
Beim letzten Abschied nehmen, fällt ihm die Trennung so schwer,
die Stunde hat geschlagen zum auseinander gehen.
Wer weiß ob wir im Leben uns einmal wiedersehen.

Liebchen komm mit, komm mit, verlasse dein Haus.
Ziehe mit mir, mit mir in die Freiheit hinaus.

Woas sei mir

Woas sei mir, woas sei mir, woas sei mir,

Lust’ge Großseelheimer doas sei mir.

Und beim Bier und beim Wein,

Lust’ge Großseelheimer wolln mer sei.

Darum schwenket die Fahne hoch, 

über das gesamte Groß, über das gesamte Groß,

die Burschenschaft lebt Hoch.

Prost ihr Säcke

Prost du Sack, Sack, Sack, Sack.

Drum sei mer lustich, weil mer noch kee Weiwer huh,

Drum sei mer lustich, weil mer noch kee huh, hey.

Aale Weiwer win mer nit, junge Weiwer kräi mer nit,

Drum sei mer lustich, weil mer noch kee huh, hey.

Aale Weiwer, Stratze, Beckse, Fotze, wäi Klamauke,

de eene hott eh rure Bicks, de aaner hott eh braune.

Oh Susanna, woas hott ins Gaes fier dicke, dicke Mimm, hey.

Oh Susanna, woas hutt ins Gaes fier Mimm.

Eh vo Schreck ian zwu vo Moischt ian drei vo Beltershausen,

däi ginge iwern Fraaburg hi ian zoche noch Butschhausen.

Oh Susanna, woas hutt ins Gaes fier dicke, dicke Mimm, hey.

Oh Susanna, woas hutt ins Gaes fier Mimm.